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Vdb123, LBN134, LDN767/768
#1
Hallo miteinander,

diese Konstellation aus Reflexionsnebeln in ausgedehnten Staubwolkenkomplexen steht in Vulpecula. Der Stern, an dem man sich am besten orientiert und der in so gut wie jeder Steuersoftware zu finden ist, ist HD182918 - der Zentralstern von VdB123. Aufgrund der Form heißt der ganze Komplex auch manchmal "Nessie Nebula", obwohl hier manche der Auffassung waren, er ähnele eher einem langhalsigen Dinosaurier.

7,5h OSC á 180s in drei Nächten zwischen 08.07. und 11.7.

   

Es ist mein erstes Objekt dieser Art: kein dunkler Himmelshintergrund, sondern ein Meer aus Sternen und ein Dunkelnebel davor - verkehrte Verhältnisse!
Die Subframes scheinen auf dem ersten Blick somit bereits perfekt aus der Kamera zu kommen. Auch dem Stack konnte ich seine Probleme erst nach langer Betrachtung, Gewöhnung und viel Herumprobieren ansehen. 
Die Bearbeitung ist an vielen Stellen leicht, an anderen unglaublich fordernd. Ein erster Stretch, z.B. ScreenTransferFunction, sieht erstmal beeindruckend aus und kann als Basis hergenommen werden. Ansonsten läuft es im Grunde darauf hinaus, dass man dem Gradienten weder seine Form noch seine Färbung so richtig ansieht. Eine BackgroundNormalization findet keine richtige Balance, es sei denn, man buchstabiert der Software alles mit präzisen Masken vor, wie für Blöde. Am Ende schiebt man irgendwie händisch den Nebel in tausend kleinen Schritten aus dem zuletzt doch identifizierten Gradientenfarbstich ins Grau-Braun hinein, kriegt dann aber wieder Ärger mit den Sternfarben... Bei der zehnten Zusammensetzung von Sternen und Nebeln fällt einem dann zum elften Mal auf, die Sterne sind zwar jetzt schön gelbgold, könnten ja aber doch etwas weniger hart erscheinen. Also wieder zurück und von vorne... Was ihr hier seht, ist ein Ergebnis nach zwei Abenden Postprocessing mit vier Varianten.

Was reizt mich an dem Objekt? Diese Wolken werden durch Eigenbewegung, Mitschwimmen in der galaktischen Rotation und Sternwind der eingebetteten und umgebenden Sterne zusammengeschoben, ausgedünnt, gedehnt und geschert. Diese Dynamik im Rhythmus der Jahrmillionen spielt sich ab vor einem namenlosen Sternenmeer. PixInsight zählt hier nach FluxCalibration knapp 90k Sterne heller als 15mag auf 2,43° x 1,62°... Die Milchstraße ist im gleichen Maße schön wie schockierend...

Viel Spaß
Philipp
At this point, hobby astronomers have become citizen scientists.
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Abiroth (16.07.2026), Andreas Paul (16.07.2026), Christoph (17.07.2026), Florian B. (19.07.2026), KlausE (16.07.2026), Philipp (16.07.2026), Ralf (16.07.2026), Uwe (17.07.2026)
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#2
Hallo Philipp,
ein wunderschönes Bild ist es geworden.
Der Aufwand bei der Bildbearbeitung hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Die „goldenen Sandbänke“ der Milchstraße und der Dunkelnebel sind klasse herausgearbeitet.
Auch die Reflexionsanteile im Bild sind sehr schön.
Aus eigener Erfahrung weiß ich das solche Bilder unter unserem aufgehellten Himmel sehr schwer zu machen sind.
Ein super Bild… Respekt 👍👍
Grüße und CS
Klaus
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Philipp R. (16.07.2026)
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Philipp R. (16.07.2026)
#3
Richtig tolles Bild ist das geworden Philipp! Auch die Erklärungen zur Bildbearbeitung finde ich spannend.  Daumen hoch

Von sowas kann ich aus Würzburg heraus nur träumen. Wird Zeit, dass ich da mal etwas mobiler werde mit meinem Equipment.  Wink
Viele Grüße,
Marco

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Philipp R. (16.07.2026)
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Philipp R. (16.07.2026)
#4
Lieber Klaus, lieber Marco,

danke euch für eure Kommentare und Anerkennung!
Meint ihr denn, die Luminanz und Sättigung sollte noch ein bisschen hochgeschraubt werden?
Liebe Grüße 
Philipp
At this point, hobby astronomers have become citizen scientists.
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#5
Hallo Philipp,
Farbsättigung und auch die Helligkeit sind auch immer Geschmacksache.
Mir persönlich gefällt das Bild so wie es ist, aber das würde es auch wenn es mehr gesättigt wäre weil es einfach ein sehr cooles und anspruchsvolles Motiv ist.
Grüße 
Klaus Shy
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Philipp R. (16.07.2026)
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Philipp R. (16.07.2026)
#6
Hallo Philipp,
sehr schönes Motiv, sehr schön ausgearbeitet. 

Dein Text hat sich richtig nach Arbeit "gelesen".

Wenn mit der Lupe gesucht wird, lässt sich immer etwas finden, was man sich besser wünscht. Man kann das aber getrost sein lassen und sich stattdessen an dem wunderschönen Motiv einfach erfreuen .  Daumen hoch

CS
Ralf
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Philipp R. (16.07.2026)
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Philipp R. (16.07.2026)




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