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Supernova und andere Beobachtungen
#1
Hallo liebe Leute,

schon im Januar, Mitte März und kürzlich Anfang April stellten sich stabile Hochdrucklagen mit etlichen klaren Nächten von teils guter Durchsicht ein. Die nutzte ich natürlich visuell und zum Fotografieren. 

Im westlichen Teil des Virgohaufens nahm ich mir die drei egte one Galaxien NGC 4216 9,8 mag NGC 4206 12,1 mag und NGC 4222 mit 13,8 mag vor. Dieses schöne Dreiergrüppchen gefiel mir gut auf einer Aufnahme im Forum. Drei egte one Galaxien in einer Kette. Ein schöner Anblick. Ich hatte sie auch fotografisch festgehalten. Im 350 mm Dobson war die hellste NGC 4216 bei meinem aufgehellten Vorstadthimmel trotzdem noch deutlich als flaches Lichtband auszumachen. Daneben NGC 4206 erforderte schon mehr Aufmerksamkeit, konnte sie aber sicher ebenfals als schmalen Lichtstreifen erkennen. Nordwestlich NGC 4222 mit ihren 13,8 mag wurde dann wirklich schwierig und konnte sie mit Mühe aus dem aufgellten Lichtsumpf herausarbeiten. Allerdings nur vage als flache Aufhellung. Jetzt musste eine kleine Erholung fürs Auge her und besuchte die nahe SABb Spirale M98 und wurde mit ihrer ovalen 9,9 mag belohnt. Gleich in der Nähe die 9,7 mag helle face on Spirale M99 die ich zumindest als hellen runden Fleck wahrnehmen konnte. Für die Spiralarme war der Himmelshintergrund leider zu hell. Jetzt etwas hoch nach Nordwest zu M100 9,3 mag und gleich unterhalb NGC 4312 11,6 mag. Das ungleiche Päärchen war deutlich zu unterscheiden.

Ich schwenkte nun in die für meinem Standort deutlich dunklere Nord und Nordostecke. Hoch in Ursae major suchte ich das Dreiergrüppchen NGC 2805 11,2 mag  NGC 2820 13,2 mag und NGC 2814 14,3 mag auf. Nicht so bekannte Galaxien um die 90 Mo Lj enfernt. Solche entlegene Kandidaten gibt es ja zu Hauf und ich stöbere sie gerne in solche Ecken auf. Abseits der großen Pfade. Längere Forenmitglieder kennen das schon von einen früheren Berichten und so manche werden es sicherlich ebenfalls auch immer wieder gerne machen. Jetzt ist es besser der Himmelshintergrund dunkler und bei höherer Vergrößerung zeigte sich mühelos NGC 2805 als ovale Aufhellung. Auf Fotografien ist sie deutlich als gravitativ gestörte Galaxie zu erkennen. Daneben die egte on NGC 2820 natürlich als deutlich schwächeres Lichtband. NGC 2814 konnte ich lediglich erahnen. Es ist manchmal schon erstaunlich. 14 bis 15 mag Galaxien sind manchmal je nach Flächenhelligkeit überraschen gut zu sehen, dann wieder sind schon 13 mag eine Herausvorderung.

Im Leo minor hoch in Zenitnähe besuchte ich dann eine kleine schwache Galaxiengruppe wovon NGC 3430 11.7 mag und NGC 3396 12,5 mag noch die hellsten Mitglieder sind. Die restlichen Mitglieder bewegen sich zwischen rund 12 bis 15 mag. NGC 3396 und 3395 bilden ein wechselwirkendes Päärchen und ich kann die beiden deutlich eng nebeneinander erkennen. Ebenso NGC 3440 3424 und 3413 kann ich schließlich dank der Zenitnähe wenn auch mit etwas Anstrengung aber dennoch sicher wahrnehmen. Die Welteninseln werden mit rund 80 bis knapp 100 Mio Lj angeben.

Eine ganz andere Entfernungshausnummer mit rund 600 Mio Lj stellt die eliptische Riesengalaxie NGC 6505 mit in Draco dar. Sie liegt ganz in der Nähe des bekannten und hellen PN 6543 Katzenaugennebel. Die Einsteinringgalaxie. Ich hatte sie bereits im letzten Jahr ein paar mal aufgesucht und konnte sie lediglich als schwache eliptische 15 mag Aufhellung bei indirekten Sehen und hoher Vergrößerung wahrnehmen. Ich hatte sie jetzt im April mit meinen Mitteln in einer Belichtungsserie aufgenommen. Nichts spektakuläres auf dem fertigen Bild aber spektakulär was es mit ihr auf sich hat. Darüber hatte ich bereits gestern speziell etwas unter der Rubrik Deep Sky geschrieben. Aber lest am besten selbst und schaut euch das Bild vom Euclid Weltraumteleskop dazu an.

Nun wohl zum interessantesten Teil: Der aktuellen Supernova SN2026 fvx Typ Ia in NGC 4205 in Ursae major. Ich hatte bereits am 08.04. darauf hingewiesen und Uwe hat auch schon davon berichtet. Die SN liegt derzeit gut Platziert hoch in N NO zwischen Ursae major und Draco. Nach einigen Suchen hatte ich das Zielgebiet erreicht und sie anhand der Feldsterne sicher idendifizieren können. Ein helles Sternendreieck half dabei. Sie hatte zu dem Zeitpunkt 12,3 mag und wahr recht hell und daher leicht zu sehen. Dicht darüber liegt ein gleich heller Feldstern
welcher bestens als Vergleich beim späteren Helligkeitsabstieg dient. Die 50 Mio Lj entfernte Galaxie NGC 4205 selbst mit ihren 12,8 mag ist recht unscheinbar und zeigt sich bei 320 und 475x als schwacher Lichtstreifen. Sie springt nicht gerade ins Auge und ich muss schon genau hinschauen. Die SN stiehlt ihr eindeutig die show. Ich machte parallel zum Beobachten am Dobson mit dem 190/1000 mm Mak Newton und Canon 700DA eine Aufnahmeserie. Endlich wieder mal eine helle und gut zu Beobachtende SN.

Die Beobachtungen und Aufnahmen der beschriebenen Objekte machte ich im Laufe mehrerer Nächte in den Anfangs erwähnten Zeitraum.

So boten die bisherigen Monate doch einige schöne Beobachtungsgelegenheiten.

             


Viele Grüße  Philipp 


"Das schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle"    Zitat von Albert Einstein 
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Abiroth (21.04.2026), Christoph (20.04.2026), Florian B. (25.04.2026), Philipp R. (26.04.2026), Ulf (21.04.2026)
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