BB vom 07.04.2026
Hallo,
bei bester Wetterlage freute ich mich auf eine tolle Beobachtungsgelegenheit. Da ich noch eine Sitzung hatte, stellte ich den 10" ACF bereits um 19.00 Uhr auf die Terrasse. Frühjahr ist ja Galaxienzeit und da ist Öffnung alles.
Philipps Hinweis zur SN in NGC 4205 kam da gerade recht.
Der Himmel präsentierte sich gegen 21.45 Uhr, als ich dann am Start war phantastisch. Tiefschwarzer Hintergrund, gute Luftruhe und vor allem klare, trockene Luft. Die Aufsuchkarte, welche mir den Weg zur Sternexplosion zeigte war sehr hilfreich, da die Galaxie, in der sich das Objekt befindet in der FS - Steuerung nicht hinterlegt ist. Über die Koordinaten steuerte ich das Teleskop in die Zielregion, in der sofort der ferne Nebel mit den beiden "Sternen" zu sehen war. Anhand der Sternformationen in der Nähe war die SN gut vom zweiten Feldstern, der in der Nähe steht zu unterscheiden.
Ein helleres Sterndreieck diente als Orientierungshilfe. Mit Sky-Safari bestätigte sich die Ansicht. Der "neue Stern" war einfach sichtbar. In der Helligkeit fand ich ihn sogar einen ticken heller als GAIA 158439869 mit angegebenen 13,1 mag.
Eine Weile genoss ich den Anblick und freute mich über die helle Nova. Danach tauchte ich in die Welt der Sterninseln und Nebel ein. Über die hellen Kracher Whirlpool, M 108 mit M 97, die Needle NGC 4565... über Makarians Chain bis hinunter zu M 104, die selbst in Horizontnähe überzeugte, ging es auch zu schwierigeren Welteninseln.
Im Löwen nahm ich freilich das Leo-Triplett mit bei dem das Staubband in NGC 3628 deutlich herausstach. Das hatte ich schon länger nicht mehr so.
Die Details an den Galaxien kamen gestern überhaupt sehr gut heraus. Eindrücklich zeigte sich das bei M 99, die ja eine Face on Spirale zeigt. Hier konnte ich deutlich die Richtung der Arme erhaschen.
Ein Highlight für mich war das NGC - Trio: 4274, 4278, 4283 - im 36er Hyperion Okular bildeten sie eine hübsche Ansicht.
So eine Nacht ist ein absolutes Erlebnis für jeden Hobbyastronom. Ich konnte mich kaum satt sehen, musste dann aber gegen 01.00 Uhr langsam Enden. Erstens war ich dann doch durchgefroren und heute früh hatte ich noch Waldarbeit vor mir. Da kann man nicht erst in den "Puppen" ins Bett.
Gerne hätte ich noch den Kometen am Morgenhimmel aufgesucht, aber dazu konnte ich mich nicht mehr aufrappeln.
Drei Stunden Galaxienjagd sind auf alle Fälle nicht zu unterschätzen und ich denke heute Nacht wird es ebenfalls noch einmal einen Nachschlag geben.
Hallo,
bei bester Wetterlage freute ich mich auf eine tolle Beobachtungsgelegenheit. Da ich noch eine Sitzung hatte, stellte ich den 10" ACF bereits um 19.00 Uhr auf die Terrasse. Frühjahr ist ja Galaxienzeit und da ist Öffnung alles.
Philipps Hinweis zur SN in NGC 4205 kam da gerade recht.
Der Himmel präsentierte sich gegen 21.45 Uhr, als ich dann am Start war phantastisch. Tiefschwarzer Hintergrund, gute Luftruhe und vor allem klare, trockene Luft. Die Aufsuchkarte, welche mir den Weg zur Sternexplosion zeigte war sehr hilfreich, da die Galaxie, in der sich das Objekt befindet in der FS - Steuerung nicht hinterlegt ist. Über die Koordinaten steuerte ich das Teleskop in die Zielregion, in der sofort der ferne Nebel mit den beiden "Sternen" zu sehen war. Anhand der Sternformationen in der Nähe war die SN gut vom zweiten Feldstern, der in der Nähe steht zu unterscheiden.
Ein helleres Sterndreieck diente als Orientierungshilfe. Mit Sky-Safari bestätigte sich die Ansicht. Der "neue Stern" war einfach sichtbar. In der Helligkeit fand ich ihn sogar einen ticken heller als GAIA 158439869 mit angegebenen 13,1 mag.
Eine Weile genoss ich den Anblick und freute mich über die helle Nova. Danach tauchte ich in die Welt der Sterninseln und Nebel ein. Über die hellen Kracher Whirlpool, M 108 mit M 97, die Needle NGC 4565... über Makarians Chain bis hinunter zu M 104, die selbst in Horizontnähe überzeugte, ging es auch zu schwierigeren Welteninseln.
Im Löwen nahm ich freilich das Leo-Triplett mit bei dem das Staubband in NGC 3628 deutlich herausstach. Das hatte ich schon länger nicht mehr so.
Die Details an den Galaxien kamen gestern überhaupt sehr gut heraus. Eindrücklich zeigte sich das bei M 99, die ja eine Face on Spirale zeigt. Hier konnte ich deutlich die Richtung der Arme erhaschen.
Ein Highlight für mich war das NGC - Trio: 4274, 4278, 4283 - im 36er Hyperion Okular bildeten sie eine hübsche Ansicht.
So eine Nacht ist ein absolutes Erlebnis für jeden Hobbyastronom. Ich konnte mich kaum satt sehen, musste dann aber gegen 01.00 Uhr langsam Enden. Erstens war ich dann doch durchgefroren und heute früh hatte ich noch Waldarbeit vor mir. Da kann man nicht erst in den "Puppen" ins Bett.
Gerne hätte ich noch den Kometen am Morgenhimmel aufgesucht, aber dazu konnte ich mich nicht mehr aufrappeln.
Drei Stunden Galaxienjagd sind auf alle Fälle nicht zu unterschätzen und ich denke heute Nacht wird es ebenfalls noch einmal einen Nachschlag geben.
the sky is the limit
Gruß Uwe
"Sehen ist schwieriger als Glauben" Zitat aus "Die Kometenjäger"
http://www.the-night-black-white.de
Gruß Uwe
"Sehen ist schwieriger als Glauben" Zitat aus "Die Kometenjäger"
http://www.the-night-black-white.de
