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  LDN 673 und NGC891
Geschrieben von: Christoph - Vor 10 Stunden - Forum: Deep Sky - Antworten (2)

Hallo!
Bei der Schönwetterkatastrophe donnert, blitzt und hagelt es ja nur so an Beiträgen! Daumen hoch

Leider musste ich an den letzten Tagen arbeiten und habe keine Unterrichtsfreie Zeit wie andere Genusspechtler! Wink

Aber gestern reichte es auch für mich, die Kameras mal wieder kaltzustellen und ein paar Stunden zu belichten. Objekt des Abends sollte der Dunkelnebel LDN673 im Adler werden. Nach dem Einstellen dachte ich mir beim Überprüfen des Himmelsausschnitts, das sieht aber komisch aus... und richtig ich lag volle 2° daneben! Angry

Warum sich meine FS2 immer wieder mal um ein paar Grad verhaut und dann hunderte Male alles richtig einstellt ist mir schleierhaft. Aber sie tuts immer wieder mal. Also, noch mal alles eingestellt und eine halbe Stunde später konnte ich mit die ersten Bilder starten. Zusammen kamen dann jeweils 2h L und RGB in bewährter Manier: die L-Aufnahmen entstanden am 10" Newton bei 1.140 mm Brennweite mit der G2-8300 ohne Filter, der APO schickte bei 800 mm seine gesammelten Photonen auf die STF8300C und meine betagte ST-402 werkelte als Autoguider vor sich hin.

Um einiges nach Mitternacht war LDN673 schon weit über den Meridian hinaus gelaufen. Was also tun mit der angebrochenen Nacht? Nachdem ich mit dem Feldstecher ausgiebigst in der Milchstraße unterwegs war, wollte ich mich wenigstens ein paar Stunden ins Bett legen vor dem Morgengebet. Außerdem passte ja der Dämmerungsbeginn gegen 4:25 MESZ durchaus dazu. Nur die schmale Mondsichel störte ein wenig ab 2 Uhr...
Die Wahl fiel auf NGC 891. Diesmal schaltete ich einen L-Filter vor die G2-8300 (es ging ja nicht um einen Dunkelnebel). Und ich hatte noch jeweils 3h L- und RGB-Frames noch vor der Dämmerung. Diesmal lief alles wie am Schnürchen. Während die ersten Bilder auf die Platte kamen noch ein Abschiedsblick gen Osten: bei indirektem Hinsehen war M33 immer wieder zu sehen. Acht Sterne an den noch nicht wirklich hoch stehenden Plejaden und eine für meine Verhältnisse ausgezeichnete Luftruhe!
Um 4:20 MESZ ging ich wieder in die Sternwarte und es war alles gut gelaufen! 6 h LRGB! Super, so soll es sein!   Smile Smile Smile 


Die Anhänge sind mal schnell zusammengebastelt. Die Rohdaten waren einfach klasse! Ein Diagramm von der Himmelshelligkeit hänge ich noch mit dran. 6h war der Himmel dunkel genug für 6 mag fst und das trotz Mond ab 1:30 MESZ!



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  ...vier!!! - Gebaberg
Geschrieben von: Uwe - Vor 10 Stunden - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (4)

BB vom 26.08.2016

So, ich schon wieder Wink,

gestern Abend machten sich Frank, Ralf und ich auf den Weg in die Rhön zum sagenumwobenen Gebaberg, dessen Ruf durch seine hervorragenden Bedingungen schon öfter voraus geeilt war. Auf 750m ü. NN. sind Plattformen für unsere Gerätschaft eingerichtet, die auch einen Windschutz und Stromanschluss bieten.

Nach etwa zwei Stunden Fahrzeit (über Würzburg und Lindelbach) mit umladen / einladen kamen wir kurz vor 20.00 Uhr auf dem "Berg der Hoffnung" an. Ralfs Eule (80er Vixen-Binoskop) und mein 10"er auf Franks SXP durften in den dunkelblauen, klaren Himmel blicken. Ein Mainzer Astrofreund stand mit einem 20"f5 Dobson bereits in den Startlöchern. Auf der Wiese waren Hamburger Kollegen mit einem 150er LZOS Fraunhofer unter sich und neben uns traf eine astronomisch unbeleckte Familie mit einem 8"f5 Newton auf einem GP-Klon ein. Ob sich die Nacht für die Neulinge bei ihnen noch lange im Gedächtnis hält, steht wahrscheinlich jetzt noch in den Sternen. Die Sonne versank lautlos im Westen, während der Erdschatten im Südosten aufstieg.

Auf dem Berg war später eine Party am Laufen. Nette Live-Musik säuselte in unsere Ohren. Ob Nena, Helene Fischer oder auch härtere Klänge. Die spielten echt gut. Etwas lästig war allerdings die dadurch bedingte Verkehrslage. Immer wieder kamen und fuhren Autos, so dass die Nachtadaption öfter in Gefahr war.

Gespannt wurden die ersten Blicke durch die Gerätschaften noch bei Tageslicht gewagt. In der Ferne sah man Dunst, der aber unter uns lag und einer der zahlreichen Heißluftballons durfte als Testobjekt fungieren. Ralf war gleich entzückt, denn die Luft stand... kein Zappeln, kein Wabern, kein Zucken und das quer über die Landschaft, dicht über den Horizont. Fantastisch!!!

Als dann Saturn tief ... äh, hier ist es eher nicht so tief (man steht ja über den Dingen Sleepy ) ... sein erstes Licht zu erkennen gab, waren wir nicht mehr zu Halten und überfielen ihn gleich mit beiden Geräten mit drei Augen. Egal ob 20x, 40x oder ... 270x der Ring stand wie eine Eins! Cassiniteilung, Planetenschatten auf dem Ringsystem und Thetys dicht am Planeten. Es war der absolute Genuss!!! Auch unsere Hamburger Kollegen waren angetan von meinem glatten Spiegel und gaben gleich mal eine Runde "Augentropfen" vor ihrem Wohnmobil aus. Wir nutzten die Chance durch deren Russenoptik zu blicken und waren erfreut, was ein 150€ Gerät (bei Ebay wegen eines kleinen Kratzers in der Linse ins Eigentum übergegangen) doch Freude bereiten kann. Das Bild des Ringplaneten kam sehr kontrastreich daher.

Doch dann mussten wir schnell zurück, denn der Himmel wurde zusehends dunkler und wir wollten die kostbare Zeit vor Ort nicht ungenutzt lassen. Wir stürzten uns auf den Trifidnebel und der war für mich auch eines der Highlights des Abends. Die tiefschwarze Teilung und die feinen, klaren Sternchen in der Mitte waren...  Rolleyes

Mars zeigte sogar die große Syrte und noch andere dunklere Gebiete, an die in den letzten Wochen bei uns überhaupt nicht mehr zu denken war. Leider hatten wir den Atmosphärenkiller nicht dabei, sonst wär noch mehr möglich gewesen.

Wir bewegten uns natürlich auf Grund der Höhe in Gegenden die wir sonst nur schwer erreichen können. Im Schützen und Skorpion gibt es ja eine Menge an Objekten, die wir auf alle Fälle betrachten mussten. Der Omeganebel war dermaßen hell, dass wir gar nicht an einen OIII Filter dachten - wie bei uns in Franken in tollen Nächten eben auch. Ralfs Bino war ideal um einfach die Milchstraße nach Schätzen abzugrasen. Die rattenscharfe Nachteule macht echt Spaß. Und dann die wohlklingenden Worte (eines uns bekannten Astrohändlers): "So ein Gerät ist auch zu Hause klasse! Du packst das niedliche Teil, stellst es raus, schaust durch, freust dich und wenn du müde bist nimmst du es am Stück und stellst es wieder ins Wohnzimmer!"
Wenn man dann noch einen Knecht hat, der die Objekte quasi mit einem Dreh aus dem Handgelenk in die Panoptics bugsiert hat man ein Rundumsorglospaket. Cool

Nach und nach wurde auch die Milchstraße immer deutlicher. Von Horizont bis Horizont erstreckte sich das milchige Band, gut strukturiert sich quer durch ein Sternenmeer schlängelnd. Alles in allem war die Durchsicht und Transparenz sehr gut. Es wäre jetzt aber zu viel gelobt, wenn man von einem gravierenden Unterschied zu Badisch-Sibirien spräche. Hier in unserer Gegend kommt man schon sehr nahe an die Ansicht heran. Das konnte Frank bestätigen. Freilich, die Höhe haben wir nicht und die Lichtglocken von Würzburg und Frankfurt sind etwas Nachteilig, aber der Abend auf der Geba lebte auch von den wunderbaren, äußeren Bedingungen. Die Temperaturen blieben sehr angenehm, so dass Mütze, Daunenjacke und Weste (ja der Ralf hatte vorgesorgt) nicht nötig wurden. Wir konnten bis zum Schluss im T-Shirt an den Teleskopen werkeln. Durch die sensationelle Luftruhe machte das Beobachten einfach nur wahnsinnig Spaß. In Topnächten werden sich die Standorte aber nicht sehr viel geben.

Was wir nun alles in den Okularen gesehen haben möchte ich hier nicht zumuten. Wir gingen zwischendurch auf PN-Jagd im Schwan/Vulpecula und erfreuten uns auch an den hellen Krachern. Der Crescentnebel NGC 6888 war mit OIII glaube ich auch ein kleiner Höhepunkt. Schöne Strukturen, wie auf den Fotografien zeichneten sich ab. Dazwischen immer wieder blicke auf OH´s (Ha- und Chi-Persei usw.) und die riesige Andromeda, die durch das Bino perfekt in Szene gesetzt werden konnte.
Auch wenn der Himmel sich von einer sehr guten Seite zeigte, blieb an zarten Objekten wie NGC 891 oder Stephans Quintett der letzte Ticken verwehrt. Hier hätte ich mir noch ein wenig mehr erwartet. Ich möchte aber keinesfalls jammern. Die Hohe Geba hat viel Potential und wäre absolut ein Plätzchen für ein Teleskoptreffen. Das sollten wir mal andenken. (Wind, Wetter und Temperaturen sollten aber so wie gestern passen Tongue ). Die Entfernung ist gut machbar, die Möglichkeiten der Versorgung dort ja gegeben und alles Notwendige ließe sich sicherlich organisieren. Unterkunft, Trinken, Essen... und wenn dann der Magen zwicken sollte, findet Ralf sicherlich den ein oder anderen REGULATOR in seinem Rucksack. Ein förmlich einschnei...ups... einbrennendes Erlebnis!!! Das kann ich jedem versprechen.

Also, wir gaben bis beinahe 2.00 Uhr richtig Gas und endeten erst, als der Mond mit seiner Beleuchtung das Sternenlicht dimmte. Gegen Ende konnte ich sogar noch eine Skizze (ich wollte nicht länger als eine viertel Stunde das Okular belegen) vom Helix-Nebel NGC 7293 in Aquarius anfertigen.

Uranus und Neptun standen zwischendurch als schöne bläulich, türkise Kügelchen ordentlich in den Okus. Nur für Pluto war es leider schon zu spät. Er war bereits außer Reichweite. Besonderer Dank gilt hier Franks Einsatz am Tablet bei der Objektsuche und deren Lagebestimmung.

So, was gabs noch... hab bestimmt die Hälfte vergessen, aber nach nur 3h Schlaf sei es mir verziehen. Vielleicht melden sich auch noch die tapferen Begleiter zu Wort und ergänzen meine sachlichen, nüchternen Zeilen um ein paar greifbare, emotionale Worte. Biiettte!!!
Auf dem Heimweg trafen wir zum Glück kein Reh, aber drei halbwüchsige Waschbären ließen uns kurz Inne halten auf den schmalen, idyllischen, abgelegenen Pfaden der Rhön. An einem schweren Unfall mussten wir auch noch vorbei. Frank brachte uns aber sicher in heimische Gefilde und gegen 4.15 Uhr konnte ich meinen mittlerweile schon astronomisch beanspruchten... geschundenen Körper im Bett ausstrecken Big Grin . 4 Nächte am Stück zeigen doch ihre Wirkung. Jetzt geht's mit den Kids wie in den vergangenen Tagen ins kühle Nass.

Anbei noch ein paar Eindrücke und meine Skizze.

   
   
   

   

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  ...drei...
Geschrieben von: Uwe - Vor 11 Stunden - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (1)

BB vom 25.08.2016

Hallo,

an diesem Abend ging´s für mich Richtung Höchstadt zu Michael. Wir treffen uns in der Regel 1x im Jahr bei ihm. Diesmal zum Glück nicht im Winter Wink. Besonders freute ich mich, dass Christian wieder einmal mitbeobachtete. Nach einer kleinen Erfrischungsgetränk war es gegen 21.30 Uhr schon dunkel genug. Die Luft war deutlich besser als am Vortag bei uns auf freiem Feld, dafür war die Milchstraße wegen den Lichtglocken und der Himmelsaufhellung nicht so "greifbar". Schnell war mein 10"er aufgebaut und schon ging es los. Wir starteten im Schützen und Skorpion mit den üblichen Verdächtigen. Schon bei den ersten Blicken zeigten sich die Lichtpünktchen schön definiert in den Geräten und es konnte schön hoch vergrößert werden, ohne dass die Sternchen zuckten. Wunderbar war dies an Albireo zu erkennen.

Diesmal war die Luft trocken und hier zeigte sich dann doch der Öffnungsunterschied zum 8" ACF, der in der Sternwarte werkelte. Auf der G11 saß auch noch der 90er Vixen Refraktor in den Startlöchern.

Wir suchten uns bewusst schöne Objekte heraus. Gemeinsam verglichen wir auch im Bino, wie die Deep-Sky Objekte beidäugig Begeisterung bei uns Hobbyastronomen hervorrufen.
Man muss dies einfach mal probieren. Viele Ms und NGC wirken einfach räumlich und plastisch, wenn man mit beiden Augen Photonen aufsaugen kann. Cool
Besonders angetan war Michael von M 17, dem Omeganebel und dem Blue-Flash NGC 6905. Zwischen den üblichen astronomischen Gesprächen und Witzeleien erfreuten wir uns an den PN, KS und OH, die uns "über den Weg liefen". Daumen hoch  An NGC 891 wurde klar, dass die Transparenz nicht reichte, um uns das Staubband sichtbar werden zu lassen.

Begeistert bin ich von Michaels Sternwarte. Sie ist sehr durchdacht konstruiert und Michael erklärte mir ausführlich die Funktionsweise der Rolldachhütte und wie er sie geplant hat. Da werde ich vielleicht irgend wann mal drauf zurück kommen. Wer weiß?

Es war ein warmer, völlig trockener Abend. Die Zeit verging im Flug - zahlreiche schöne Objekte wie M13 (mit NGC 6207), M92, den Stars im Großen Wagen M 81/82 führten uns kreuz und Quer über den Himmel. Christian verließ uns etwas früher, aber ich habe die Hoffnung dass er in Zukunft wieder öfter mit dabei ist, wenn es heißt: Teleskoptreffen oder Stammtisch mit "verrückten Nachtschwärmern".  Immer wieder sausten auch sehr helle Sternschnuppen über unsere Köpfe hinweg und wir wechselten eifrig die Plätze an den Teleskopen um die Ansichten zu vergleichen. Einfach klasse. Gegen 1.00 Uhr wurde es Zeit zusammen zu räumen. Der Mond stieg langsam höher und flutete die dunkle Nacht mit seinem Licht. Ich hatte noch gut eine Stunde Fahrzeit vor mir. Die dritte Beobachtungsnacht in Folge ging zu Ende.

Dank gilt wie immer dem Gastgeber, der nicht zu viel versprochen hat und uns gut bewirtete. Ich komme wieder!

Ach ja, das Erinnerungsbild musste auf Grund der Unfähigkeit des Astrozeichners diesmal ausfallen (ohne Chipkarte in der Kamera geht halt nichts Confused )

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  NGC 7000 Weitfeld
Geschrieben von: Wolfgang.F - Gestern, 19:21 - Forum: Deep Sky - Keine Antworten

Hallo zusammen,

nach einer längeren Pause hatte ich endlich mal wieder Muse für ein wenig Astronomie. Irgendwie hab' ich hier gefühlte 150 Beiträge und viel zu viele Beobachtungsnächte verpasst... Wink

Aber immerhin, gestern Abend ging's mal wieder. Im Lauf eines schönen Beobachtungsabends unter einem fantastischen Sommer-Sternenhimmel entstand die folgende Aufnahme des Nordamerika-Nebels NGC 7000.

   

Aufnahmedaten:
EOS 500D(a) mit Canon USM 4,5-5,6 / 70 - 300 auf EQ 6
80 x 120 sec @ ISO 800


Viele Grüße, W.

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  Sternwarte offen am Samstag!
Geschrieben von: Winfried Berberich - Gestern, 17:45 - Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen - Antworten (2)

Hallo,

das Wetter ist blendend und ich lade für morgen, Samstag, alle ein, die Lust auf eine Beobachtung haben.
Die Sternwarte ist offen, ich werde beobachten und die Terrasse ist halbwegs frei. Mein Ulugh Beg streht draussen, andere Teleskope können gerne hinzukommen.

Ich habe das auch mal in den "Fototreff Würzburg" auf FB gepostet, vielleicht kommen von dort einige hinzu.
Für Getrüänke müsst ihr selber sorgen... heiß genug isses ja....

Adresse:
Margeritenstraße 2
97950 Gerchsheim
Fon: 09344-1254

Die meisten wissen ja, wo es ist. Parken bitte unterhalb der Sternwarte auf der Straße oder in unserer Einfahrt. Zum Aufbau könnt ihr natürlich hochfahren. Die Straße ist diesmal nicht gesperrt.

Gruß
Winfried

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  Auf der HOHEN GEBA
Geschrieben von: Werner - Gestern, 14:01 - Forum: Beobachtungsberichte - Keine Antworten

Hallo Sternfreunde

War gestern (Do.25.8.) auf der Hohen Geba. Inzwischen sind an den Plattformen auch die Stromanschlüsse mit
je 6 Dosen installiert . Bis zur Dämmerung hatte ich mein Equipment aufgebaut . Einen TS 152 -900 Individual Refraktor auf
AZ-EQ-5 ( grenzwertig ) und meinen Dobson 16"-Gitterrohr .Schnell würde es dunkel und ich war überwältigt von
der Pracht eines Sternenhimmels ,wie ich ihn nur von den Alpen her kenne .Das extrem helle Band der Milchstrasse
erstreckte sich von Horizont zu Horizont . Die schier unermeßliche Zahl von Sternen machte das Erkennen der
Sternbilder auch für einen Erfahrenen schwer . Ich begann meine Beobachtungen mit dem Refraktor .Saturn mit seinen
Monden-Cassiniteilung bei 150fach .Wunderbar die Objekte im Schützen und Skorpion -weiter über Schild zum fantastischen
 Cygnus - über Cepheus  , Cassiopeia bis Perseus . Die ganze sichtbare Milchstrasse konnte ich abfahren .Später Pegasus und
die phantastische Andromeda mit ihren Begleitern . NGC 7331 im Pegasus war dann Ausgangspunkt für Stephans
Quintett , das ich mit Hyperion 13mm im Dobson noch nie so deutlich gesehen habe !Inzwischen waren auch einige Besucher , die ihren Campingwagen weiter oben aufgestellt hatten ,dabei und ließen sich die schönsten Objekte im Dobson zeigen .
Mein individuelles Beobachtungsprogramm war somit beendet. Ich erklärte Sternbilder und die einzelnen Objekte . Das Erstaunen
war groß über noch nie gesehene Himmels objekte - manche hatten noch nie die Milchstrasse gesehen ! Schnell verging die Zeit.
Ein etwas kundiger Besucher wollte unbedingt einmal den Cirrus -Komplex sehen . Er war leicht zu finden und bot mit OIII - Filter
einen phantastischen Anblick.Es war inzwischen 2 Uhr geworden und der abnehmende Mond erhellte nun schon den halben Himmel.
Die Plejaden beendeten die Beobachtungsnacht .Auf dem Heimweg begegnete ich im Wald bei Willmars noch einer Rotte Wildschweine.
Dann war ich gegen 3 Uhr zu Hause . Ich saß noch eine halbe Stunde im Garten und betrachtete die immer höher s undefined teigende Milchstrasse
bis Fuhrmann und Stier .Man soll nicht übertreiben -die Hohe Geba ist wirklich für unsere Gegend das Non-Plus - Ultra !!

Grüße  Werner Daumen hoch

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  400mm pure Verzweiflung
Geschrieben von: JohnnyB - Gestern, 13:44 - Forum: Fotografie - Antworten (2)

Mahlzeit liebe Leidensgenossen Tongue

Ich vemute jeder von euch kennt das und hat das auch schon durch gemacht, wenn einfach NICHTS funktioniert...

Ich war gestern Abend gegen 21Uhr auf dem Kreutzberg und wollte M31 nochmal "vernüftig" vor die Linse nehmen und ordentlich BLZ Sammeln.
So.... Ich also Stativ hingestellt, Montierung drauf geschraubt und wirklich gut in Waage gestellt und anschließend auf Polaris ausgerichtet.
Erster Test bei 150mm (ich hatte das 150-600mm Sigma Contemporary drauf)
1Min. ohne probleme, 2 Minuten ohne Problem und und und bis 5 minuten alles gut.
Also, ich voller vorfreude, auf 600mm aufgedreht, 5 Minuten drauf gehalten, was kam raus... Striche ohne ende
Also das gleiche Spiel rückwärts bis auf 30 Sekunden und trotzdem striche....

Alles also nochmal durch kontrolliert und angepasst...
Nächster Versuch ging wieder in die Hose...
Also lediglich auf 400mm reduziert und trotz allem ist es mir nicht gelungen länger als 1 Minute zu belichten, und selbst da waren die sterne leicht verzogen.... ich kann mir nicht erklären was da genau falsch lief... ich habs immerhin schon mal geschaft mit 600mm 5 minuten zu belichten OHNE das ich striche bekam...

Schlussednlich war es mir dann egal und ich hab 91 x 60 Sekunden bei 400mm auf Andromeda gehalten 10 Darks dazu und gut wars.
Mond war dann auch schon ziemlich weit oben und ich war müde...

Gestackt hab ich die ganze Sache dann mit Fitswork (vielen dank hier nochmal an Florian der mir gezeigt hat wie das geht)
und bearbeitet hab ich mit Fits und Gimp

Und für mich ist es dennoch das beste Ergebniss das ich JEMALS zustande gebracht hab Big Grin
Also doch ein kleiner Erfolg Smile

   

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  Urlaub in Namibia
Geschrieben von: astroMario - 25.08.2016, 17:55 - Forum: Fotografie - Antworten (3)

Hallo Sternfreunde

Ich habe im Mai diesen Jahres 12 Tage auf der Astrofarm Kiripotib in Namibia verbracht.
Habe dort sehr schöne Tage und sehr sehr gute Nächte verbracht.
Neben der Visuellen Beobachtung mit dem 14,5 und 20 Zoll Dobson habe ich ein paar Bilder mit der Kamera gemacht.
cS Mario



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  Eins, zwei, ...
Geschrieben von: Uwe - 25.08.2016, 09:23 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (2)

BB vom 23.08. und 24.08.2016

Hallo,

das tolle Wetter lockt den Hobbyastronom aus seiner abgedunkelten Wohnung.... Big Grin , nach selbst zubereitetem Blaubeerjoghurt und einem Gläschen Rotwein (der Adaption wegen) ging es vorgestern mit dem ACF auf die Reise durch das All. Saturn zeigte sich wieder äußerst gutmütig bis über 200x - die Cassiniteilung deutlich und umringt von seinen kleinen Möndchen.

Im T-Shirt konnte man entspannt bei warmen Temperaturen richtig genussspechteln... und sportlich Gas geben. Neben den hellen Schönheiten, die sich rund um die wahnsinnig strukturierte Sommermilchstraße gesellen, sollte es auch wieder ins "Eingemachte" gehen. M 57, M 27, M 71 sind dankbare Anpassungsobjekte, bis beide Augen richtig adaptiert sind. Das Sternbild Herkules mit den fantastischen Kugelsternhaufen M13 und M 92 war schließlich Ausgangpunkt für eine gute Stunde Hardcoreastronomie an der 10" Optik. Da die Luft ordentlich ruhig und trocken war und sich die Durchsicht auch prima zeigte, wurde ich nicht enttäuscht. Freilich, der Jetstream verhinderte Top-Bedingungen, aber wir wollen mal nicht jammern... Tongue

Von der Terrasse aus habe ich zudem immer noch mit den Ortslampen zu "kämpfen".

NGC 6207 die relativ helle, langestreckte, spindelförmige Galaxie in der Nähe von M13 war das Sprungbrett zur Galaxie NGC 5966 (sie war noch relativ einfach) ebenso wie der PN 6058, der ab 8" mit Zentralstern erkennbar ist.

NGC 6166 als Zentralgalaxie des Galaxienhaufens Abell 2199 benötigte ordentlich Konzentration.
NGC 6173 ist eine ziemlich kleine, lichtschwache Sterninsel mit einem etwas hellerem Zentrum.

Die genannten Objekte betrachtete ich mit viel Ruhe, um auch Einzelheiten herauszuarbeiten. Dies gelang teilweise was Form, Lage oder Aufhellungen betrifft ganz gut.

Anschließend hat man sich dann die hellen Kandidaten verdient. Entspannt hinunter in den Schützen auf Trifidnebel, Lagunennebel, Omeganebel und M 22 überzeugten auf alle Fälle. Danach zog die Montierung den Tubus hinauf über die Schildwolke hinweg in den Schwan hinüber zum Pegasus, der dann auch das Schlusssternbild des Abends war. Gegen 0.30 Uhr erhellte der aufgehende Mond den Osthimmel - Zeit zum abbauen... Daumen hoch .


   

Gestern verabredete ich mich mit Frank. Wir wollten mal wieder hinter´s Ort auf den dunkelsten Platz hier in der Nähe. Gegen 21.00 Uhr montierten wir meinen 10"er auf seine neue Vixen SXP mit Starbook 10. Was soll ich sagen, die Montierung macht richtig Spaß... nicht weil sie der Nachfolger zu meiner SXD2 ist, sondern weil sie mit der intuitiven Steuerung kinderleicht zu bedienen ist und das Display wirklich gut dimmbar daher kommt. Die Schrittmotoren ziehen kräftig durch und sind nach dem Goto im Nachführbetrieb nicht mehr groß wahrnehmbar. Ganz anders als die alten Servos die noch in meiner SXD verbaut waren und durch ESCAP ersetzt wurden. Die Verarbeitung ist tipp-topp.

Die Milchstraße spannte sich von Horizont zu Horizont und war ein beeindruckendes glitzerndes Band mit vielen Details. Wir stöberten in den verschiedenen Sternbildern nach visuellen Leckerbissen.
Die Luftruhe kam leider nicht an den Vorabend heran. Irgendwie wirkten die Sternchen aufgebläht und nicht hundertprozentig knackig. Stellen- und Blickweise brachen dann die Photonen durch und wir waren erstaunt, was alles geht. Bestes Beispiel war das Galaxienpaar NGC 7479 im Pegasus. Hier konnten wir am helleren Spiralarm dieses "Phänomen" gut nachvollziehen. Er bog sich deutlich aus der Balkenspiralgalaxie heraus - und war im nächsten Augenblick kaum noch auszumachen. Auch bei NGC 7184, einer kleinen, stark länglichen, spindelförmigen Galaxie im Aquarius tauchten im Hintergrund mehrere Lichtklexe immer wieder auf um kurz danach wieder im Himmelhintergrund abzutauchen. Zwei kleinere Begleitgalaxien konnten wir deutlicher sehen. Irgendwie wimmelte es aber im Gesichtsfeld.

Im Laufe der Nacht verblasste die Milchstraße dann etwas. Vielleicht wurde die Luft weiter oben feuchter, oder es lag am aufgehenden Mond. Insgesamt ist der Beobachtungsplatz (auf etwa 380m Höhe 1,5 km von meinem Wohnort entfernt) aber hervorragend von jeglichem Streulicht geschützt sehr gut geeignet. Wir hatten auch den Eindruck, dass die Lichtglocken im Vergleich zum letzten mal (das ist sicher ein gutes Jahr her) doch wieder etwas größer geworden sind und Richtung Frankfurt und Würzburg dann doch gut 10 - 20° den Himmel etwas aufhellen. Erstaunlich ist jedoch, dass, haben sich die Augen erst einmal adaptiert, sogar dieses bisschen Licht beim Einblick ins Okular als störend empfunden wird und man unbewusst mit den Händen das Okular abschattet... Luxusproblem?? Dodgy
Da bin ich mal auf einen Vergleich mit der hohen Geba gespannt... vielleicht schon morgen?

Für mich waren der Trifidnebel (den muss ich unbedingt mal auf´s Papier bringen) der Omeganebel (äußerst detailreich), sowie der Cirruskomplex im OIII Filter die absoluten Highlights. Ach ja, der Helixnebel Cool  (mit OIII)  und der Hantelnebel ... und natürlich NGC 7331 mit Stephans-Quintett um die Ecke... und .... M 15, ... NGC 6888 der Crescentnebel mit Filter ein richtig, großer Kracher!!... und ... G073 (Kugelsternhaufen in M 31) ... Sleepy

Wir hielten bis gegen 1.00 Uhr die Stellung, ehe der aufsteigende Mond zum Aufbrechen rief. Ein letzter Blick in den Norden zu M81/82 (im 31er Nagler beide gerade noch so im Gesichtsfeld) ... wunderbar  Rolleyes

Apropos Stellung halten, wir wurden die erste Stunde durch einen total tieffliegenden, kreisenden und hier und da landenden Hubschrauber belästigt. Da waren die Fledermäuse deutlich angenehmer ... wobei die Übungstiefflüge ein Grund dafür zu sein scheinen, dass auf der Anhöhe, wo sich der Beobachtungsplatz befindet keine Windräder gebaut werden durften. Außenherum stehen ja schon ein paar Hundert..

hier der Blick nach Nord-Nordwesten (Frankfurt):

   

In diesem Sinne - auf weitere gute Beobachtungsabende ... drei, vier, fünf Smile

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  BB vom 24.8.2016
Geschrieben von: Christoph - 25.08.2016, 05:42 - Forum: Beobachtungsberichte - Keine Antworten

Hallo!
Gestern hatte ich aufgrund von einer gewissen Faulheit beim Wechseln des Okulars eine eigene Offenbarung beim Beobachten von helleren Objekten in der Milchstraße. Bei angenehmen Temperaturen und im T-Shirt hatte ich zuvor Aufnahmen von 61 Cyg und Barnards Stern gemacht. Dann wurde es richtig dunkel.

Der Reihe nach: Ausgangspunkt war M57 und sein vermeintlicher Zentralstern. Nachdem ich eine fst von 6,1 mag feststellte dachte ich mir, schau mer mal. Aber nichts zu sehen, außer diversen 14 mag-Sternen und einem benachbarten 15,3 mag Stern bei 350x. Etwas Enttäuschung und Freude über die Einzelheiten, die im Ring doch zu sehen sind!

Dann blieb das Okular einfach drin im OAZ und das war auch der Bringer des Abends! Der 4,6"er war ja auch aktiv. Ein Schwenk auf M27, wow! Fast Blickfeldfüllend stand der Hantelnebel mit seinen Ohren vor mir und präsentierte sich mit zahlreichen Einzelsternen, wie auch dem Zentralstern. Die Strukturen im Nebel, wie auch in den Ohren waren überraschend deutlich wahrzunehmen. Fast hatte ich den Eindruck gleich mehrere Nebel nebeneinander zu sehen! Im Überblick bei 80x im APO war ich erstaunt, was die kleine Öffnung doch zeigt, freilich ohne die vielen Lichtblitze im Nebel - aber immerhin!

Weiter ging es der Milchstraße entlang an mit kürzeren und längeren Besuchen an bekannten Hausnummern vorbei wie M71, M11 (da habe ich immer den Eindruck, ich sitze im Flugzeug über einer Großstadt), M26, M16 zu M17. Bei letzterem fiel mir die Kinnlade runter. Normalerweise schaue ich mir diesen Nebel immer mit kleineren Vergrößereungen an, so bis 200x. Aber jetzt waren einzelne Wolkenteile klar strukturiert vor mir sichtbar! Was mir sonst nur bei der Bildbearbeitung am Bildschirm so richtig auffällt, war jetzt direkt vor mir zu sehen. Das "Ohr" oder der "Schwanenhals", was in zwei Teile daher kommt. Der Hauptteil des Nebel, der in mehreren Wolken unterteilt ist und die verschiedenen Ausfranzungen nach oben und hinten nach Osten hin. Dabei ist insgesamt die Wasserstoffwolke über weite Strecken in der Umgebung auszumachen. Der Bogen weiter östlich war richtig auffällig. Bei dem nordwestlich getrennten Teil um zwei Sterne war ich mir nicht ganz sicher, ob das nicht ein Haloeffekt vom Okular war. Insgesamt war der Omeganebel ein sehr beeindruckendes Objekt, gerade in seinen Abmessungen und Differenziertheit.

Interessant war auch, dass ich an vielen Kugelsternhaufen doch Einzelsterne wahrnehmen konnte, selbst bei südlicher Deklination. Allerdings waren die ganz tiefen Teile nur dem APO vorbehalten, weil er "oben" auf der Montierung saß, der Newton schaute ab -20° gegen die Wand. M54, M55, M69, M70 waren alle ohne weiteres erreichbar und deutlich sichtbar. Beim "großen" M55 konnte ich ein leichtes Glitzern wahrnehmen. Eine wahre Pracht waren dagegen M22, der für mich immer mit M13 Schritt halten kann, und M28. Zwischendurch sammelte ich einige NGC-Kugelsternhaufen auf, um wieder zu M57 zurück zu kehren. Auch jetzt, kurz vor Mondaufgang um 23:30 MESZ war nichts vom Zentralstern zu finden, ohne aber der faszinierenden Beobachtung des Ringnebels Abbruch zu tun.


Einziges Problem heute Nacht war alles mögliche Getier mit Flügeln, sechs Beinen und auch Achtbeiner. Die wollten wohl auch die Nacht ausnutzen...

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